luftveränderung

Fahre mit der Eisenbahn, fahre, Mädchen, fahre, Auf dem Deck vom Wasserkahn wehen deine Haare.

Tauch in fremde Städte ein, lauf in fremden Gassen; höre fremde Menschen schrein, trink aus fremden Tassen.

Lauf in Afrika umher, reite durch Oasen; lausche auf ein blaues Meer, hör den Mistral blasen!

Wie du auch die Welt durchflitzt ohne Rast und Ruh-: Hinten auf dem Puffer sitzt du.

- Kurt Tucholsky


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09_02_04 São Paulo, "Casa Barbara"; 16pm

...ich sitze hier auf dem Boden in Barbaras Büro, da der Router das wirelesse Internet leider nicht durch die Wand bis in das nächste Zimmer sendet – man kann nicht alles haben.

3 Schultage habe ich schon hinter mir und es fängt morgens tatsächlich um 7 Uhr an . Man sagt ja, wenn man als Lehrerin jeden Tag so früh aufsteht, gewöhnt man sich irgendwann daran... – ich weiß nicht, ob ich daran glaube.

Mas é muito interessante! Ich sehe so viele unterschiedliche Dinge - beobachte das Paarungs-.....ähh, ich meine natürlich das Gruppenverhalten junger Leute, die Balz- und Hierarchie-Tänze und all die gruppendynamischen Prozesse, die sich so abspielen, wenn viele Menschen über längere Zeit auf engem Raum verbringen. Unterrichtsarten variieren, LehrerInnentypen auch. Manche Klassen machen mir noch Angst – sie sind aber auch arg laut. Ich sehe Frontalunterricht, Versuche mit Partner- und Freiarbeiten, das Verteilen von Schrankschlüsseln erstreckt sich über Stunden, KlassensprecherInnenwahlen nach mir unerklärlichen Systemen und heute habe ich in einer Stunde Geografia do Brasil alle Staaten, ihre Abkürzungen und Hauptstädte kennen gelernt; die Kinder müssen die jetzt auswendig lernen – was bin ich froh, nicht mehr in der Schule zu sein (ich hab ja noch immer Schwierigkeiten in Deutschland, obwohl es hier nur 16 Bundesländer sind)! Was soll ich sagen... tudo bem!

Auf meinem Speiseplan stand heute bisher:
- 2 Mangos
- ein Stück Papaya
- 1 Maracuja
- 1 Banane
- 1 Apfel
- Reis mit Kartoffeltortilla und Tomate, kalt und von gestern
- 1 Stück Schokolade
4.2.09 19:25


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09_02_01 Brasil, São Paulo, Interlagos, Rua Lido,

Tudo bom em Brasil!

Müde bin ich. Der Klimawandel macht mir doch zu schaffen - 30° und Sonnenschein sind schon anstrengend ....

Es ist wunderbar hier. Ich habe mich selten so willkommen und auf anhieb am richtigen Ort gefühlt. Ich wohne mit 3 Leuten in einem Haus, zwei Zimmer sind vorne, dann gibt es einen schönen großen Hof und hinten ein weiteres Gebäude mit zwei Zimmern, da bin auch ich. Meine Mitbewohner sind Barbara, eine Lehrerin aus Deutschland, Camila, eine brasilianischen Referendarin und Tijago, ein Brasilianer, der bei BASF arbeitet. Und ich fühle mich wohl. Sie sind so freundlich, wir essen ganz viel Obst, waren auf dem Markt, in der Stadt und treffen andere Menschen. - es ist schon richtig wie ein Zuhause.

Innerhalb von einigen Stunden habe ich am Freitag den Weg von Flughafen, durch die Stadt, über den zweiten Flughafen und wieder durch die Stadt zur Rua Lida hinter mich gebracht - nur um dort festzustellen, dass ich zwar den Straßennamen habe, nicht aber die Hausnummer. Also ging es weiter zur Schule, dort habe ich dann die richtige Hausnummer erfahren und bin schließlich, nach nur zweimaligem Auf- und Ablaufen der ganzen Straße, sogar bei dem richtigen Haus angekommen. -- nette Bekanntschaften habe ich unterwegs gemacht und musste meine großartigen Portugiesischkenntnisse mehrfach unter Beweis stellen. Da war die philosophische Diskussion mit dem Taxifahrer über Kapitalismus, Politik und Armut, das mehrfache Fragen nach dem Weg und danach, ob denn nicht jemand weiß, wo Barbara lebt, die Erklärung meiner selbst im Sekretariat der Schule. Eigentlich verdanke ich es nur diesen hilfsbereiten Menschen, dass ich es tatsächlich noch am Freitag bis hierher geschafft habe...

Ansonsten bin ich bisher ziellos durch mein Schulgebäude und geradeaus durch die Avenida Paulista gelaufen, 3 Stunden Busgefahren, habe in Kisten mit Bücher von drei Generationen deutscher Auswanderer gewühlt und Bücher ergattert, Mathe- und DeutschlehrerInnen, Direktoren und Sekretärinnen kennen gelernt, mit dem Oberdirektor der Schule Caipirinia getrunken, 2 mal Pizza, 3 Mangos, 2 Maracuja, 1 Papaya, 2 Bananen und 1 Eis gegessen – kurz gesagt: es geht mir gut !

.....und morgen früh um 7 Uhr fängt die Schule an.....
2.2.09 00:34


09_01_28 Berlin - im Chaos; 13:32pm

- Viajo para o Brasil -

So spät schon und ich bin noch so gar nicht bereit oder auch nur ansatzweise fertig... naja es wird schon irgendwie. Ich wollte euch nur kurz bevor es losgeht meine Reisebegleitung vorstellen: BRUNO



Er wird mich Ruhe und Gelassenheit lehren und hat es sich in Mitten meines Chaos schon mal bequem gemacht. - Morgen Abend um 20 Uhr geht es los .
28.1.09 14:06


-27-08-08

Irgendwie hat mich die Blogmotivation im Sommer verlassen... daher verbleibt der Rest der Reise leider undokumentiert.
27.8.08 17:15


20-08-08, Bukarest - Love Suite; 00:24am

Viel passiert, viele Kilometer weiter.

Den Steffen habe ich erfolgreich am Samstagmorgen gefunden. Schwieriger hat sich die Suche nach einem Hostel herausgestellt. Zwei waren verschwunden, zwei viel zu teuer, mindestens eins viel zu teuer und trotz der tatkraeftigen Unterstuetzung von der Frau aus der Western Union Bank, hatten wir nach 4 Stunden mit Backpack durch-die-Stadt-Gelaufe noch immer nichts gefunden. Also sind wir erst mal was Essen - good cheap Ukranian food. Gesaettigt wollten wir einen neuen Versuch starten und stehen mit Lonley Planet-Karte bewaffnet vor dem Restaurant, als wir ploetzlich wie aus dem Nichts eine Stimme hoeren: " Are you looking for a hostel?" Die Stimme gehoert einem Englaender, der 7 Wochen in dem Hostel verbracht hat und jetzt ganz in Lviv bleiben will. Das Hostel ist in der selben Strasse bur einen Block weiter, wunderbar, billig und sie haben sogar Platz fuer uns. Was will man mehr!?
So geniessen wir nie naechsten zwei Tage im schoenen Lviv - es ist wirklich wunderschoen. Die Medizinuni ist so schoen, dass ich mir sogar fast ueberlege ukrainisch zu lernen, nach Lviv zu ziehen und wieder Medizin zu studieren - aber nur fast! Am Marktplatz spielt die Musik in verschiedenen Sprachen, haeufig auch for the people of Georgia, nicht immer schoen anzuhoeren, aber meist sehr enthusiastisch. Russisch wird hier wirklich weniger gern gehoert - also lerne ich meine drei Worte auf ukrainisch.

Da wir Antje am Dienstag in Bukarest treffen wollen, machen wir uns am Sonntagabend auf die undendliche Reise nach Chernivtsi - 300km, 10 Stunden Fahrt - das ist Geschwindigkeit! Und was fuer eine Fahrt. Der Ukrainerin unserem Abteil ruft gleich mal seine Frau an, diekann naemlich Englisch und erklaert uns, dass ihr Mann uns die Plaetze nebeneinander ueberlassen will. Sehr freundlich und unglaublich hilfsbereit sind die Menshen hier wirklich. Dann schaltet sich ein weiterer Mann ein: "Sprechen sie deutsch?" Und "ahh" und "ohh" und "ohlala"... mit ungefaehr 10 Worten deutsch, viel Ukrainisch, wenig Russisch und Haenden und Fuessen verstehen wir ungefaehr Folgendes: 1,2,3...5,7 Jahre war er in Deutschland; vor 20 Jahren als Offizier und dort hat er illegal Madonna Porzellan verkauft (hier mussten wir improvisieren, weil Madonna einfach keinen Sinn ergab), hat ganz viel Geld gemacht, tolle deutsche Kameraden gefunden und die Frauen ... ah die Frauen!

.....usw.
24.8.08 22:08


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